Metalinside.ch - Whitecross - Elements Of Rock 2017 - Foto Friedemann
Fr–Sa, 17.–18. März 2017

ELEMENTS OF ROCK – SLECHTVALK, WHITECROSS, SIGNUM REGIS, CRIMSON MOONLIGHT u.v.m.

Stadthofsaal (Uster, CH)
26.03.2017
1924

Freitag 17.03.2017

Es ist St. Patrick´s Day und ein Guinness wäre jetzt nicht schlecht. Aber ich bin auf dem Weg nach Uster in den Stadthofsaal. Die 14. Ausgabe des Elements of Rock steht an und sogleich die Eröffnung meiner Festival Saison. Gespannt bin ich auf diesen Event, das grösste christliche Metal Festival in Europa.

Und mein Erster Eindruck: Äusserlich unterscheiden sie die Besucher überhaupt nicht von anderen Festivals. Die Haare sind meistens lang. Schwarz ist auch hier die bevorzugte Farbe dieser Metalgemeinde. Vielleicht nicht so ausgefallene T-Shirts, vereinzelt sind auch Kreuze darauf zu sehen.

ASKARA

Etwas verspätet geht es dann los mit der ersten Band. ASKARA, eine Schweizer Band aus Basel. Female-Fronted-Gothic-Metal erklingt auf der Bühne. Sehr melodisch, fast traurig klingt es für mich. Und die bis jetzt noch spärlichen Besucher lauschen andächtig der kräftigen Stimme der Sängerin.

In der Pause genehmige ich mir das einzige Bier dieses Abends. Prost dem heiligen Patrick! (pam: Danke ;-). Und da ich mit dem Auto unterwegs bin, muss es damit für heute reichen. Das Guinness muss halt warten.

HYPERSONIC

Weiter geht es mit Power Metal aus Italien und auch hier ist wieder eine Frau als Sängerin am Mikrofon. Leider hat es immer noch Lücken im Saal und bis auf die echten Fans in der ersten Reihe, die auch die Songs mitsingen können, kommt noch nicht so richtig Stimmung auf.

Jetzt schnell noch eine Portion Pommes Frites essen und dann geht es bald schon weiter.

SLECHTVALK

Plötzlich stehen da richtige Wikinger auf der Bühne, blutverschmiert und mit russigen Gesichtern. So etwas gibt es auch auf einem christlichen Festival! Black Metal oder Viking Metal wird gespielt und da darf selbstverständlich auch die Wall of Death nicht fehlen. Und jetzt wird es plötzlich eng vor der Bühne. Es gibt keinen Fotograben und so bringe ich mich schnell in Sicherheit! Das vor allem junge Publikum schüttelt kräftig die Haare dazu, wie es bei dieser Band nicht anders zu erwarten ist.

CRIMSON MOONLIGHT

Black Metal, oder Un- Black Metal wie hier gesagt wird steht auf dem Programm. Der Unterschied dazu liegt wohl nur an den Texten der Songs. Was jetzt kommt ist gar nicht so meine Musik. Aber ich bin ja der Mann für die Fotos! Leider ist es, passend zur Musik, stockdunkel auf der Bühne. Aber ISO sei Dank gibt es dann doch noch ein paar Bilder.

Es ist Mitternacht und ich habe das Gefühl, dass sich der Saal schon langsam leert. Und mit dem vielen Mineralwasser das ich getrunken habe, spüre ich die leider versalzenen Pommes Frites nun auch nicht mehr in meinem Mund.

VARDØGER

Und noch einmal Black Metal. Diesmal aus Norwegen und wieder eine dunkle Bühne. Irgendwie scheint der Sound nicht richtig zu funktionieren. Der Sänger gibt mehrmals in Richtung Mischpult durch, dass er auf seinen Boxen nichts hört. Und wieder nichts für meine Ohren. Also schnell noch ein paar Fotos und dann verabschiede ich mich.

Fotos von Friedemann (Tag 1)

 

Samstag 18.03.2017

Es regnet, also Indoor Festival Wetter und ich bin fast pünktlich wieder in Uster. Heute ist die Eingangskontrolle strenger im Vergleich zu gestern, denn da konnte ich einfach rein spazieren – mir wird mitgeteilt, dass ich meinen Patch offen tragen muss. Aus dem Saal hört man schon die erste Band des Tages.

STRUGGLERS

Strugglers aus der Region Flawil stehen auf der Bühne. Post-Grunge wird gespielt, oder eine dieser Stilrichtungen. Gar nicht meine Musik! Aber dem noch spärlich versammelten jungen Publikum gefällt es und auch die ersten Köpfe werden schon geschüttelt. Vielleicht bin ich aber auch schon zu alt für dieses Genre. Und pflichtbewusst mache ich ein paar Fotos, verziehe mich aber dann in die hinteren Reihen.

DIVINER

Very cool, Heavy Metal oder Power Metal ganz nach meinem Geschmack. Die Band aus Griechenland versteht es das Publikum zu begeistern. Die stehen sicher nicht zum ersten Mal auf der Bühne. Für mich bis jetzt der Höhepunkt des Festivals, obwohl die richtigen Headliner wohl erst zu späteren Stunde auf der Bühne stehen werden.

THE BURIED

Mit dieser Band aus Deutschland kann ich aber jetzt wirklich nichts anfangen. Irgend so eine Art Metalcore wird gesungen und gespielt. Im Internet finde ich auch keine Angaben dazu.

Aber die Geschmäcker sind ja verschieden. Auch der Sinn der getragenen Holzfäller Hemden habe ich nicht verstanden. Es wird zwar erklärt, aber ich habe es trotzdem nicht kapiert. Vielleicht lag es auch an meinen Ohrstöpseln. Also schnell mal raus aus dem Saal.

INNERWISH

Ich muss mich korrigieren. Innerwish hat Diviner von meinem Spitzenplatz verdrängt. Super geiler Power Metal. Erinnert mich an Hammerfall! Diese Band aus Griechenland rockt den Saal und begeistern nicht nur mich. Ich muss nachher gleich noch eine CD kaufen.

Eigentlich wollte ich mal Pause machen (Immer noch die salzigen Pommes Frites von gestern im Gedächtnis) und neben an im Thai Restaurant etwas feines Essen. Aber jetzt bleibe ich hängen und lausche dem super Sound. Dann gibt es heute Hot Dog. Da sollte man ja nichts falsch machen können.

SIGNUM REGIS

Also heute komme ich auf meine Kosten in Bezug auf Power Metal. Signum Regis aus der Slowakei überzeugen mich auch sehr. Zum Fotografieren wird es je länger der Abend desto schwieriger. Anscheinend ist diese Band sehr bekannt in der christlichen Szene. Die Fans drängen sich vor der Bühne und so muss ich mir den Platz zum Fotografieren erkämpfen.

WHITECROSS

Einer der Headliner dieses Abends steht an. Die Fans versammeln sich schon während der Pause vor der Bühne um einen guten Platz zu haben. Diese Band gibt es schon seit 1986 und wegen ihres Stils wurden sie damals oft mit der Hair-Metal-Gruppe Ratt verglichen, wie ich im Internet gelesen habe. Zu Gast in Uster war diese Band schon 2011 und 2013. Zwischen den Songs, richtet Scott Wenzel der Sänger ein paar Worte als Kurzpredigt an die Fans. Das gehört wohl hier dazu. Die meisten aus dem Publikum singen die Texte mit und verlangen zum Schluss noch eine Zugabe. Nachdem die Band schon lange die Bühne verlassen hat, bleiben die Fans noch im Saal und singen immer wieder den Refrain des letzten Songs:

We’re alive, we are strong
We’re a nation, we belong
Let us all stand together in the Kingdom
No more darkness, no more night
We are children of the light
Let us all stand together in the Kingdom

Ich bin müde, es ist spät und ich möchte nach Hause. FREAKINGS die letzte Band lasse ich guten Gewissens ausfallen. Sorry, aber die Schweizer spielen Thrash Metal und den erspare ich jetzt meinen Ohren. Auf meinem Nachhauseweg wird Innerwish im CD Player laufen.

Ich verlasse die Metalgemeinde, und ein friedliches, harmonisches Festival geht für mich zu Ende.

Fotos von Friedemann (Tag 2)


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26.03.2017
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  • Pressetext 04.12.2016
Fr, 14. März 2014, Stadthofsaal (Uster, CH)

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