STRATOVARIUS – Eternal

Power Metal
17.10.2015

Die Finnen Stratovarius sind natürlich jedem Power Metal Fan seit Jahren ein Begriff. Unzählige Hymnen haben Timo Kotipelto und seine wechselnden Mitstreiter in den letzten zwanzig Jahren ja auch veröffentlicht. Die düsteren Wolken, die vor mittlerweile sieben Jahren zum Split mit Timo Tolkki geführt haben, haben sich ebenfalls verzogen. Spätestens nach dem dritten Album der neuen Zeitrechnung („Nemesis“, 2013) ist klar: Stratovarius sind zurück!

Vor kurzem ist jetzt „Eternal“ erschienen, es ist das insgesamt sechzehnte Studioalbum der Band.

„My eternal Dream“ nennt sich der Opener. Und oha: DAS tönt bereits schwer nach den wirklich alten Glanztaten! Schnell, mit sattem Keyboardteppich unterlegt, dazu die unverkennbare Stimme Kotipelto’s und ein Refrain, der sofort ins Ohr geht. Ja, das ist ein Anfang, der sich sehen lässt!

Auch beim folgenden „Shine in the Dark“ spielen die Finnen all ihre Stärken aus, dass ist bombastischer Power Metal, wie man ihn kennt und liebt. In diesem Stil geht’s weiter und immer wieder werden Erinnerungen an frühere Zeiten wach. Hört mal das Keyboard zu Beginn von „Feeding the Fire“… Ähnlichkeiten zu „A Million Light Years away“ sind wohl nur zufällig – oder auch nicht.

Aus dem Rahmen fällt eigentlich nur die Ballade „Fire in your eyes“. Ansonsten sprüht das Album nur so von den klassischen Elementen, die man von Stratovarius kennt – und zwar mehrheitlich im schnelleren Bereich. Ein absoluter Übersong im Stile von „Paradise“ oder „Dreamscape“ fehlt zwar, umgekehrt gibt’s keinen wirklichen Ausreisser nach unten. Mit „My eternal Dark“, „Shine in the Dark“ und auch „Man in the Mirror“ sind zudem mindestens drei Nummern dabei, die live garantiert zünden werden.

Ah halt – es gibt ja noch den Abschluss des Albums! Dieser Titel nennt sich „The lost Saga“ und Stratovarius versuchen sich hier wieder einmal an einer überlangen Nummer. Mit „Infinity“ und „Elements“ haben sie zwei absolute Killersongs in ihrer Discografie, doch ihre mit über 18 Minuten bisher längste Nummer (der Titeltrack des 2011er Albums „Elysium“), hat mich nie gepackt.

Ich nehme es vorweg: auch „The lost Saga“ ist nicht der Übersong. Es gibt zwar einen guten Mix aus schnelleren und tragenden Parts, das Ende mit den Kirchenglocken und Chören ist fast beklemmend. Aber restlos überzeugt bin ich doch nicht, die Eingängigkeit fehlt mir hier schon etwas.

Insgesamt liefern hier Stratovarius ein grundsolides Album ab. Man könnte ihnen vorwerfen, dass sie keine Risiken eingehen – ich würde eher sagen, dass sich die Band auf ihre Stärken konzentriert und das macht, was sie am besten kann! Herausgekommen ist das wohl beste Album seit dem Weggang von Timo Tolkki, das gibt gut gemeinte 8 von 10 Punkten.

 

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Album Review Bewertung

Autor Bewertung: 8/10



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17.10.2015
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